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Schleswig

Informationen zum Standort

Schleswig wurde 804 als Sliasthorp in den fränkischen Reichsannalen erstmals erwähnt und zählt zu den ältesten Städten Nordeuropas. Entstanden ist die Stadt wahrscheinlich auf der gegenüberliegenden Schleiseite als wichtiger Handelsstandort "Haithabu" der Wikinger. Später wurde Schleswig Bischofssitz - der St. Petri Dom zu Schleswig ist noch heute das Wahrzeichen der Schleistadt. Nach 1544 entwickelte sich das Schloss Gottorf außerhalb der Stadt zu einer großen Residenz mit den selbständigen Siedlungen Friedrichsberg, Lollfuß, Hesterberg und Hühnerhäuser. 1711 wurden diese Siedlungen zur kombinierten Stadt "Schleswig" zusammengeschlossen. Sie wurde im 19. Jh. Ausgangspunkt der nationalen Entwicklung in Schleswig-Holstein (in den Ständeversammlungen im Ständesaal des Rathauses von 1836 bis 1846 begann der nationale Konflikt zwischen Deutschen und Dänen). 1844 entstanden in Schleswig das Schleswig-Holstein-Lied und die blau-weiß-rote Fahne. Am 23. April 1848 fand im westlichen Stadtgebiet die erste große Schlacht des Krieges von 1848/1851 statt. 1868 wurde Schleswig Hauptstadt der preußischen Provinz Schleswig-Holstein.

Gemeindeinfos
 
Bürgermeister

 
Thorsten Dahl

 
Rathausmarkt 1

 
24837 Schleswig



Einwohner
24039

Beschäftigte
12259

produzierendes Gewerbe
11%

Dienstleistungsbereiche
21%

darunter

Handel, Gastgewerbe
und Verkehr
88%



Grundsteuer A
330%

Grundsteuer B
370%

Gewerbesteuer Hebesatz
350%


Schleswig wird geprägt durch Fremdenverkehr, Verwaltungsinstitutionen und die Nahrungsmittelindustrie. Seit 2005 ist Schleswig anerkannter Erholungsort. Die historische Altstadt mit dem Dom lädt zu verträumten Spaziergängen ein. Im Dom steht mit dem Brüggemann Altar (Anfang 16.Jahrhdt.) eines der wichtigsten Kirchenkunstwerke Nordeuropas. Auch Gewölbemalereien, der Dreikönigsaltar, das Grabmal des dän. Königs Friedrich I. und das Ovens-Gemälde "Blaue Madonna" zeichnen den Dom als kirchliches und künstlerisches Zentrum aus. Die ältesten Bereiche des Domes, der Chor, wurden um 1134 fertiggestellt. Die ursprüngliche Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte laufend ergänzt. Zuletzt erfolgte der Bau des 112 m hohen Turmes ( 1888 bis 1894 ), dessen Mauern am Fuß 2,6 m dick sind. Mit einer Ausdehnung von 95 x 40 m zählt der Dom zu den größten Gebäuden Schleswigs.

Alte Klosterbauten, Bürgerhäuser und die Fischersiedlung Holm prägen das Bild der umgebenden Altstadt, die einst im 12. Jhdt. die größte Handelsstadt im Norden war.

Die Fußgängerzone bietet mit Geschäften, vom großen Kaufhaus bis zum kleinen Laden für handgefertigte Puppen ein Einkaufserlebnis ohne Hektik für Touristen, Einwohner und Kunden aus dem Umland. Ein umfangreiches gastronomisches Angebot in der Innenstadt, auf alten Kaufmannshöfen aber auch am Ufer der Schlei mit vielen wunderschönen Ausblicken lädt zum Entspannen und Essen ein.

Am anderen Ende der Stadt liegt mit Schloß Gottorf der museale und kulturelle Mittelpunkt Schleswigs. Flankiert vom Landestheater und dem städtischen Museum (im Stadtteil Friedrichsberg) und ergänzt durch das Wikingermuseum im nahen Haddeby kann man sich hier ein lebendiges Bild der Vergangenheit von der Winkingerzeit bis in die bäuerliche Kultur des letzten Jahrhunderts machen, wie man es dichter und lebendiger nirgendwo in Schleswig-Holstein trifft.

Die sommerlichen Schloßhoffestspiele bringen Theaterstücke wie "Jedermann" in einer beeindruckenden mittelalterlichen Umgebung zur Aufführung.

Die Nähe zur Verwaltung (Kreis- und Landesbehörden), der hohe Freizeitwert und ein qualifiziertes Arbeitskräftepotenzial machen Schleswig zu einem interessanten Wirtschaftsstandort.

Schleswig liegt in einer Region, die seit jeher als Bindeglied zwischen Mitteleuropa und Skandinavien fungierte. Dementsprechend gut sind die regionalen und überregionalen Verbindungen angelegt: Straße: Autobahn BAB 7 Direktanschluß 1 km, Hamburg: 130 km, dän. Grenze: 35 km SL Bahn: DB Nord-Süd Hauptstrecke Hamburg - DK DB Regional-Schnellverkehr (Kiel, Lübeck)

Das Stadtwappen Schleswigs zeigt in blau über silberblauen Wellen eine goldene Zinnenmauer mit goldenem Zinnenturm, der von einem goldenen zugewendeten Halbmond und einem goldenen sechsstrahligen Stern begleitet ist. Mauer, Turm, Halbmond und Stern sind in gold-weiß gehalten. Das Gebäude bezieht sich auf die Residenz oder Burg auf der Möweninsel bis 1268, das Wasser auf die Schlei. Die Bedeutung des Halbmondes und des Sternes sind jedoch nicht eindeutig belegbar. Die Himmelskörper erscheinen schon auf den ältesten Siegeln der "Knudsgilde" der Stadt Schleswig ausgangs des 12. Jahrhunderts. Eine oft vertretende Ansicht besagt, dass sich die Darstellung der Gestirne auf die Schifffahrt bezieht.