Sie sind hier: Die Region / Die Gemeinden

Kappeln

Informationen zum Standort

Die Stadt Kappeln liegt inmitten einer der schönsten Landschaften Schleswig-Holsteins an Schlei und Ostsee. Kappeln ist staatlich anerkannter Erholungsort und wirbt seit vielen Jahren als beliebtes Ferienziel für Urlaub abseits vom Massentourismus. Die Schlei prägt mit ihrer pitoresken Hafenszenerie, den Yachthäfen und dem Museumshafen das Bild der Stadt. Die Innenstadt bietet alle wichtigen Einkaufsmöglichkeiten. Die engen Gassen der Fußgängerzone und die stilvollen Bauten sind vielen unter dem Namen "Deekelsen" aus der Fernsehserie "Der Landarzt" bekannt.

Weil auch die Verkehrsanbindung durch drei Großparkplätze in unmittelbarer Nähe der Fußgängerzone ideal ist, wird der Standort Kappeln von Einheimischen und Touristen gern angenommen.
Eine Sehenswürdigkeit ist der letzte von ehemals 41 Heringszäunen in der Schlei. Als Heringsfangeinrichtung aus dem 15. Jahrhundert ist er immer noch in Betrieb. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern schwimmen die Heringe in diesen reusenartigen Flechtzaun, an dessen Ende ein Fangnetz den Hering sammelt. Jedes Jahr zu Himmelfahrt an den "Heringstagen", dem großen Kappelner Stadtfest, wird der Tagesinhalt des Netzes von Prominenten geschätzt. Diese Fangeinrichtung ist einzigartig in Europa und wird von den Kappelnern eifrig genutzt.

Gemeindeinfos
 
Bürgermeister

 
Heiko Traulsen

 
Reeperbahn 2

 
24376 Kappeln



Einwohner
9.732

Unternehmen
767

Beschäftigte
2.771

produzierendes Gewerbe
24%

Dienstleistungsbereiche
27%

darunter

Handel, Gastgewerbe
und Verkehr
75%



Grundsteuer A
350%

Grundsteuer B
350%

Gewerbesteuer Hebesatz
350%


Die St. Nikolai - Kirche ( 1789 - 1793 ) von J.A. Richter ist der letzte bedeutende Kirchenbau des Spätbarocks im Lande. Die ergänzende Friedhofskapelle wurde 1767 aus Backstein erbaut.

Auch das Schleimuseum bietet viele Exponate aus dem maritimen Umfeld. Es behandelt die Themen Fischerei und Schifffahrt. Überlieferungen aus Handel, Gewerbe und Handwerk veranschaulichen die stadtgeschichtliche Entwicklung Kappelns. Die Sammlung beherbergt zudem die Bibliothek und Teile des Inventars der Landwirtschaftsschule Kappeln, der ältesten landwirtschaftlichen Lehranstalt der Region.

Eindrucksvoll erhebt sich die mit 27 m höchste Windmühle im Land über der Stadt Kappeln. "Amanda" ist ein vierstöckiger Galerie-Holländer ( nach Zwichstellen - Bauart ) aus 1888 mit 8-kantigem Rumpf auf quadratischem Unterbau, massiv bis zur 21 m hohen Kappe. Als bedeutendes technisches Denkmal sind eine Mehrfachnutzung als Kornmühle und Sägewerk zu bewundern. Der Antrieb geschah teilweise durch ein windbetriebenes Sägegatter oder eine Dampfmaschine. Die Untergeschosse werden heute als Standesamt und Verkehrsbüro genutzt. "Amanda" ist die größte Holländer-Windmühle in Schleswig-Holstein und besitzt 8 Stockwerke.

Innerhalb der Kappelner Stadtgrenzen sind auch heute noch die Zeugnisse bäuerlicher Adels-und Hofkultur zu sehen. So findet man auf der östlichen Schleiseite die Güter Olpenitz ( mit eindrucksvollem Torhaus ) und Nübbelhof vor.

Auf der westlichen Seite ist vor allem das renovierte Gut Roest zu nennen, 1231 erstmals in Waldemars II. Erdbuch erwähnt, allerdings mit Lagebeschreibung in den Geltinger Waldgebieten. Erbaut wurde das zweigeschossige prächtige Herrenhaus vom Geschlecht der Rumohr um 1590.  Den Rumohrs folgte von 1797 bis 1855 der Landgraf Carl von Hessen-Cassel. Das Gut verfügte um 1840 über fast 1000 Leibeigene. 1799 wurde das Herzoghaus von Schleswig-Holstein-Glücksburg Eigentümer und 1976 wurde das parzellierte Gut verkauft. 1590 ist der rechte und 1642 der linke Flügel fertiggestellt worden. Beide Flügel sind mit Schweifgiebeln geschmückt. Das barocke Sandsteinportal, das den westlichen Flügel ziert, ist 1966 sorgfältig restauriert worden.

In Kappelns Umgebung locken die feinen Sandstrände von Angeln und Schwansen sowie eines der schönsten Segelreviere Europas. Die Schlei, die sich von der Mündung insgesamt 43 km ins Landesinnere bis Schleswig hineinzieht, ist ein Dorado für "Freizeitkapoitäne". Getreideumschlag und die Fischerei sind das Gewerbe am Hafen, aber auch die Nahrungsmittelindustrie zeigt Flagge.
Ein hoher Freizeitwert und ein großes Arbeitskräftereservoir machen Kappeln zum interessanten Gewerbestandort. Über die Bundesstraße 199 ist Kappeln direkt an die Autobahn A7 angebunden. Hamburg wird in ca. 1,5 Stunden erreicht.

Handelsschiffahrt und Fischfang haben die Stadt bedeutend gemacht und sich bis heute gehalten. Urkundlich wird der Ort Kappeln zum ersten Mal im Jahre 1357 in Verbindung mit der Kapelle St. Nicolai am Steilufer der Schlei erwähnt, die zu jener Zeit ein sehr bedeutender Seeweg zwischen Nord- und Ostsee war, und zwar über die damals noch schiffbare Eider und Treene. Es ist anzunehmen, daß der Ort durch Ansiedlung von Schiffer- und Fischerfamilien um diese Kapelle herum schon viel früher bestanden hat. Der Ort wurde in Anlehnung an jene "Capelle" zunächst "Cappel", dann "Cappeln" und schließlich nach heutiger Schreibweise "Kappeln" genannt.

Um 1406 gelangten Kapelle und Dorf als Schenkung der dänischen Königin Margarethe in den Besitz des Schleswiger Domkapitels. 1533 verkaufte Domherr Pogwisch für eine jährliche Rente von 30 Mark Lübsch an den Gutsherrn Henneke Rumohr den Flecken. Der Leibeigenschaft widersetzten die Kappelner sich erfolgreich.