Sie sind hier: Die Region / Die Gemeinden

Glücksburg

Informationen zum Standort

Nordöstlich der Stadt Flensburg und an diese angrenzend liegt an der Flensburger Förde die Stadt Glücksburg (Ostsee), die sich zu einem modernen, anerkannten See-Heilbad entwickelt hat.
Das Hoheitsgebiet der Stadt Glücksburg (Ostsee) umfaßt eine Gesamtfläche von knapp 4.000 ha; davon sind 50 % Förde, 580 ha Wald, 690 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, 100 ha Binnengewässer und nur auf 400 ha Wohn- und Verkehrsflächen, Sportplätze sowie Flächen des Fremdenverkehrs.

Der Fremdenverkehr ist für die örtliche Wirtschaft von herausragender Bedeutung und bildet überwiegend die Grundlage des hier im Ort ansässigen Gewerbes wie z. B. Hotel- und Gaststättenbetriebe, gewerbliche und private Zimmervermieter. Neben der Funktion als Fremdenverkehrs- und Naherholungsgebiet ist Glücksburg aufgrund der reizvollen landschaftlichen Lage und der vorhandenen infrastrukturellen Ausstattung bevorzugter Wohnort für den Flensburger Bereich.

Gemeindeinfos
 
Bürgermeisterin

 
Dagmar Jonas

 
Rathausstraße 2

 
24960 Glücksburg



Einwohner
5.953

Unternehmen
475

Beschäftigte
1.255

produzierendes Gewerbe
16%

Dienstleistungsbereiche
39%

darunter

Handel, Gastgewerbe
und Verkehr
84%



Grundsteuer A
330%

Grundsteuer B
360%

Gewerbesteuer Hebesatz
350%


Neben Wald, Wasser und einem rd. 50 km langen ausgeschilderten Wanderwegnetz sowie der rd. 2 km langen Kurpromenade von Quellental bis Schwennau werden dem Erholungssuchenden moderne Kur- und Freizeiteinrichtungen geboten wie:

das Rehabilitationszentrum am Kur- und Badestrände in Sandwig und in Holnis Tennis- und Minigolfplätze ein 2 km langer beschilderter Waldlehrpfad mit Rotwild- und Schwarzwildgehege 20 km Reitwege im Tremmeruper Gehölz.

Die nah gelegene Halbinsel mit Ortsteil Holnis ist ein herrliches, fast 400 ha großes Naturschutzgebiet inmitten der Flensburger Förde. Die Stadt Glücksburg (Ostsee) bietet mit ihren Einrichtungen und der Nähe zur Großstadt Flensburg für Einheimische und Gäste alle Voraussetzungen für ein angenehmes Wohnen bzw. Ferien und Kuraufenthalte.

Natürlich steht das Wasserschloß im Mittelpunkt des Ortes und der Glücksburger Geschichte. Das Wasserschloss wurde von Herzog Johann dem Jüngeren in den Jahren 1583-1587 erbaut. Der ausführende Baumeister war Nikolaus Karies. Das Wasserschloss, eines der schönsten Norddeutschlands mit seinen vier Ecktürmen, den weißen Mauern, dem roten Ziegeldach und seinen drei aneinander gebauten Langhäusern gibt ein imposantes Bild ab inmitten des Schloßsees. Der Ortsvorgänger Glücksburg ist das kleine Walddorf Schauby, (abgeleitet wohl von Skow = Wald und By = Ort/Dorf), das bis ins 16. Jahrhundert bestand. Durch den Bau des Schlosses wurde die Entwicklung des kleinen Dorfes Schauby stark beeinflußt. Später übertrug sich der Name des Schlosses "Glücksburg" auf den Ort. Uneinigkeit besteht darüber, woher der Name "Glücksburg" abgeleitet ist - nach dem Wahlspruch des Erbauers des Schlosses "Gott gebe Glück mit Frieden" oder aus der ältesten Karte von Angeln aus dem Jahr 1559, in der "Lucksborg" zu lesen war. Dieses läßt wiederum die Deutung zu, dass die Silbe "Glück(s)" von dem dänischen Wort "lyke" = Koppel oder Lichtung abgeleitete wurde, da die Sprache des dänischen Hofes deutsch war. Wurde also aus dem Wort "Lucksborg oder Lyksborg" des dänisch sprechenden Volkes das Wort "Glücksburg" des deutsch sprechenden Hofes.

Am 1.4.1900 wurde dem Flecken Glücksburg mit zwischenzeitlich 1661 Einwohnern das Stadtrecht verliehen. Das Schloss Glücksburg war Residenz des von 1622-1779 bestehenden Herzogtums Glücksburg, später zeitweise Sommerresidenz des dänischen Königs. Zu diesem Herzogtum gehörte auch fast die gesamte Insel Aerö. Heute verbindet Glücksburg und Aerö bzw. die Kommune Aerösköbing eine seit 1970 bestehende Partnerschaft. Nach dem Tode des dänischen Königs Frederik VII., des letzten aus dem Oldenburger Hause, kam 1863 Christian IX. (geb. 8.4.1818, gest. 29.1.1906) als erster Glücksburger auf den dänischen Thron. Er wurde der "Schwiegervater Europas" genannt, denn seine Töchter heirateten nach England und Rußland; sein zweiter Sohn bestieg den griechischen Königsthron. Ein Enkel wurde König von Norwegen und ein anderer Enkel - Christian X. - König von Dänemark (1912 - 1947). Aus diesem Grund wird das Schloss Glücksburg auch "Wiege europäischer Königshäuser" genannt. Das bewohnbare Schloss ist den Besuchern heute als Museum zugänglich. Eine der bedeutendsten Tapisserien-Sammlungen Deutschlands mit Gobelins und Ledertapete aus Belgien ist hier zu sehen. Im Sommerhalbjahr finden im Weißen Saal des Schlosses Schlosskonzerte des Schleswig-Holsteinischen Musikfestivals statt. In der im Schlosspark gelegenen Orangerie werden Kunstausstellungen durchgeführt.

Das Glücksburger Wappen von 1878 erinnert an den Märtyrer Laurentius, der am 10.8., dem Laurentiustag, um 260 n. Chr., in Rom auf einem solchen Rost als Christ lebendig verbrannt worden sein soll. Laurentius ist der Patron der Munkbraruper Kirche und der Katholischen Kirche zu Glücksburg. Das Rost war zuvor auch das Wappen des Herzogtum Glücksburg (1622 - 1779).