Breitbandversorgung im ländlichen Raum
Bereits seit 2007 begleitet die WiREG das Thema Breitbandversorgung im ländlichen Raum intensiv. Informationsveranstaltungen zum Thema Breitband-Förderung wurden durchgeführt und Gemeinden bei Umsetzung von Breitband-Fragestellungen unterstützt.
Seit Anfang 2008 hält die WiREG unter www.wireg.de einen Auswertungsbogen zur Versorgungssituation bereit, der von vielen Gemeinden genutzt und von der WiREG ausgewertet wurde.
Aus diesen Fragebögen lassen sich einige grundlegende Feststellungen ablesen:
- Im privaten Bereich spielen die Nutzung von Internet und der e-mail-Versand eine große Rolle. Über 70% der Bürger, die an der Befragung teil genommen haben, surfen häufig im Internet und versenden regelmäßig e-mails. Dabei wird aber nicht nur gesurft. 39% der Befragten nutzen das Internet auch für die Arbeit und 35% der Schüler brauchen einen Internetanschluss für die Schule.
- Dies macht die Wichtigkeit eines ausreichenden Breitbandanschlusses deutlich. Hinzu kommt, dass 36% der Befragten davon ausgehen, dass der Bedarf an Breitbandleistung zukünftig stark steigen wird. Daher wünschen sich 57% der Befragten auch einen DSL 6000 –Anschluss. Dieser steht aber nur 6% aller Befragten zur Verfügung. Der überwiegende Teil arbeitet noch auf ISDN-Niveau.
- Im gewerblichen Bereich ist die Situation ähnlich. Alle befragten Unternehmen schätzen einen leistungsstarken Internetzzugang für sehr wichtig ein. Etwa 60% der befragten Unternehmen nutzen das Internet täglich und 80% der Betriebe versenden täglich Mails. Wie im privaten Bereich nutzen auch die Unternehmen zu etwa 60% DSL als Internetzugang, 36% sind auf ISDN angewiesen. Allerdings stehen 68% der befragten Unternehmen nur eine Leistung von unter 1.000 kbit/sec zur Verfügung. Somit wird vielfach DSL gezahlt, aber nur ISDN geboten. Nach dem Bedarf gefragt, sprechen sich 52% aller befragten Unternehmen für DSL 6000 aus, 24% wünschen sich sogar VDSL. Zufrieden ist hingegen anscheinend kein Unternehmen mit seinem jetzigen Zugang.
- Nach der Wunsch-Verbindungstechnik gefragt, sprechen sich 88% der befragten Betriebe für DSL aus, 28% für Glasfasertechnik und 24% würden gerne das Stromnetz nutzen. Wenig Zustimmung findet hingegen UMTS, Satellitentechnik und WIMAX.
Es wird also deutlich, dass in vielen Gemeinden ein konkreter Bedarf zur Verbesserung der Breitbandversorgungsstruktur besteht. Die aktuelle Förderung kann helfen, derartige Infrastrukturmängel zu beheben.
Inzwischen liegen kreisweit Gutachten zur Versorgungssituation vor, in die auch die Ergebnisse der WiREG-Fragebögen eingeflossen sind. Der Schritt der Bestands- und Bedarfserhebung im Kreisgebiet ist damit abgeschlossen.
Auswertung Haushalte
Auswertung Gewerbe