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Beschäftigung, Qualifizierung, Arbeitskosten

Von den ca. 79.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region Flensburg/Schleswig arbeiten 38.500 in der Stadt Flensburg, davon fast 30 % in 120 Betrieben des verarbeitenden Gewerbes. Die Produzenten sind damit nach den Dienstleistern zweitgrößter Beschäftigungsgeber. Gemeinsam mit Handel und Handwerk prägt der Dienstleistungsbereich die gesamte Region. Er stellt knapp 60 % der Arbeitsplätze mit wachsender Tendenz.

Aufgrund der zurückgehenden aber immer noch hohen Arbeitslosigkeit sind in der Region Flensburg/Schleswig ca. 9.500 Arbeitskräfte verfügbar, darunter zu einem hohen Anteil qualifiziert. Förderprogramme der Arbeitsverwaltung erlauben die Hinqualifizierung auf einen bestimmten Qualifikationsbedarf. Das vorhandene Arbeitskräftepotenzial ist motiviert und leistungsfähig, so dass Unternehmen in der Region wachsen und neu ansiedeln können.

Auch Arbeitskräfte aus dem jeweiligen Nachbarland stehen zur Verfügung – ein Vorteil bei perfekten Sprachkenntnissen. Wie ein Arbeitsstellenwechsel zu bewerkstelligen ist, erfahren Sie im EURES-COMPASS. In 2008 pendeln ca. 12.500 Arbeitskräfte gen Norden und 1.200 Arbeitskräfte arbeiten südlich der deutsch dänischen Grenze.

Die Lohnkosten liegen dabei auf einem günstigen unterdurchschnittlichen Niveau. Studien haben ergeben, dass sie bei 89 % des Bundesdurchschnittes angesiedelt sind und 9 % unter dem Durchschnitt in Schleswig-Holstein liegen. Dies ermöglichen die günstigen Lebenshaltungskosten und niedrigen Immobilienpreise, die auch das private Umfeld preisgünstig und interessant gestalten.

Qualifikation auf hohem Niveau findet auf dem Campus Sandberg in Flensburg statt. Die Fachhochschule Flensburg und die Universität Flensburg bilden über 7.000 Studenten aus in einer Qualifikationsspanne, die keine Wünsche offen lässt und für die Wirtschaft außerordentlich interessant ist. Synergieeffekte zu Unternehmen, die im Technologietransfer von diesen Einrichtungen profitieren können, sind selbstverständlich. Neben technischen und betriebswirtschaftlichen Studienfächern sind neue deutsch-dänische Studiengänge entstanden, die ein zusätzliches Qualifikationsangebot an die regionale Wirtschaft herantragen.

Für den Technologietransfer sorgt das Technologiezentrum Flensburg. Ca. 6.000 Fachbesucher informieren sich alljährlich in Messen, Workshops und Vorträgen zu neuen betrieblichen oder technischen Fragestellungen.

Das Angebot an Berufsschulen und fachorientierten Aufbaugymnasien ist vielfältig und genießt aufgrund seiner Praxisnähe in der Wirtschaft einen exzellenten Ruf. Über Weiterbildungsmöglichkeiten zu Themen der Unternehmensführung sowie zur betrieblichen Praxis haben die Organisationen der Wirtschaft sich im Weiterbildungsverbund zusammengeschlossen, der zugleich über alle Weiterbildungsträger und ihre zahlreichen Angebote informiert.